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Mundtrockenheit und Halsschmerzen

Maske macht Probleme

Bei der gerade zurückliegenden Expopharm Impuls sprach sich eine Expertenrunde noch wegen eines ganz anderen Grundes für den rationalen Einsatz von OTC-Arzneimitteln bei Halsschmerzen aus. »Der Unterschied der diesjährigen Erkältungssaison zur vorangegangen besteht darin, dass wir zusätzlich eine Coronavirus-Pandemie haben«, sagte etwa Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, wissenschaftlicher Leiter des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer, bei einer von Reckitt Benckiser unterstützten Veranstaltung. Halsschmerzen seien Ausgangspunkt für erkältungsbedingten Husten, der in der jetzigen Zeit besonders unbeliebt sei. Deshalb ginge es entscheidend darum, das Symptom Husten bei Erkältungen möglichst zu minimieren, indem man in das Entzündungsgeschehen der Halsschmerzen eingreife.

Auch Professor Dr. Attila Altiner, Allgemeinmediziner und Lehrstuhlinhaber an der Universitätsmedizin Rostock, betonte, dass es nicht darum ginge, eine unsinnige Überdiagnostik für die Ursachen der Halsschmerzen zu betreiben, sondern die wenigen schweren Verläufe zu finden, zu denen auch Covid-19 zähle. Somit habe die Beratung in der Apotheke eine zentrale Rolle. Dann können die sogenannten Red Flags bei Halsschmerzen (etwa Atemnot oder Coronavirus-bedingt Verlust beziehungsweise Störungen des Geruchssinns) ganz einfach niederschwellig erfasst werden.

 

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