| Jennifer Evans |
| 22.07.2026 09:00 Uhr |
Ohne Unterstützung liefen sie Gefahr, ihre Selbstständigkeit zu verlieren. Kein Wunder: Jeder, der sich schon einmal richtig verlaufen hat, weiß, wie es sich anfühlt, wenn die Panik hochkommt. Nur bei einigen Menschen mit Atopia verschwindet sie nicht im Laufe des Lebens. In Extremfällen verlaufen sie sich mehrmals pro Woche.
Das Gute: DTD wird nicht durch eine Hirnverletzung, eine neurologische Erkrankung oder eine psychiatrische Störung verursacht. Das Orientierungssystem im Gehirn funktioniert einfach nur anders. Und die Forschung zeigt auch, dass sich räumliche Orientierungsfähigkeit wie ein Muskel trainieren lässt.
Die Autorinnen haben nach eigenen Angaben ein sechswöchiges virtuelles Programm entwickelt. Es zielt darauf ab, Orientierungsprobleme bei Atopia zu verringern und Orientierungsfertigkeiten zu verbessern. Diese Fähigkeit, uns selbst in der Welt zu verorten, sei wertvoll – und jeder sollte sie pflegen, bevor wir sie durch Smartphones und Co. verlernten, schreiben die Wissenschaftlerinnen.