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Klinik- und Pflegebeschäftigte
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Labore sollen PCR-Tests priorisieren

Labore am Limit, PCR-Tests immer knapper: Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante bringt die Covid-19-Diagnostik an ihre Grenzen. Die Politik will gegensteuern und die Labore verpflichten, Personal etwa aus Kliniken bei der Auswertung von PCR-Tests zu priorisieren. Dazu liegt seit dem heutigen Mittwoch ein entsprechender Verordnungsentwurf vor. Erst diese Woche hatten die Labore angesichts der Masse an Testproben Alarm geschlagen.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 19.01.2022  13:20 Uhr
Labore wollen sensibilisierte Leistungserbringer

Labore wollen sensibilisierte Leistungserbringer

Damit entspricht die Regelung zumindest in Teilen auch den Vorstellungen der Labore. »Die Politik muss die Vorgaben der Nationalen Teststrategie jetzt umsetzen« , hatte Müller gefordert. ALM-Vorstandvize Professor Jan Kramer ergänzte, alle beteiligte Akteure müssten dafür sensibilisiert werden. Es könnten nicht unbegrenzt Testkapazitäten gesteigert werden, sondern es gelte, beim PCR-Testen zu fokussieren. »Und das passiert nicht in den Laboren, sondern muss in den Testzentren und Arztpraxen gemacht werden«, so Kramer. Für die Freitestung etwa zur Rückkehr an den Arbeitsplatz eigneten sich auch Antigentests gut. Damit entsprach Kramer der Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD), der am gestrigen Dienstag im »Deutschlandfunk« vor der baldigen Knappheit an PCR-Tests gewarnt hatte. 

In die Fokussierung von PCR-Testungen seien auch Beschäftigte im Gesundheitssektor mit einzubeziehen, forderte Kramer zudem. Das Apothekenpersonal taucht in der aktuellen Verordnung allerdings nicht auf. Die Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.

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