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Kammer Brandenburg

Konzept für Pharmazie-Studiengang in Brandenburg steht

Sehr kritische äußerte sich der Kammerpräsident über den Beschluss des VOASG und dem Umgang der ABDA mit dem Gesetz, das Ende Oktober im Bundestag beschlossen wurde. Dobbert beschwerte sich darüber, dass die Gleichpreisigkeit im Apotheken-Stärkungsgesetz nur für GKV-Versicherte geplant sei. »Wenn die Politik wirklich sehen würde, was die Apotheken derzeit in der Krise leisten, hätte sie das so nicht beschlossen«, so Dobbert. Und: Die ABDA habe eine Gültigkeit der »neuen« Gleichpreisigkeit für PKV-Versicherte »nicht weiter verfolgt«, so der Kammerpräsident.

Dass PKV-Versicherte nun Boni-Angebote wahrnehmen dürften, werde zu einem »Hauen und Stechen« in den Apotheken führen – das VOASG müsse daher nachjustiert werden. Zudem prophezeite er, dass sich die EU-Versender auch nicht an das Rx-Boni-Verbot für GKV-Versicherte halten werden. Was die pharmazeutischen Dienstleistungen betrifft, sagte er kritisch in Richtung ABDA und Gesetzgeber, dass nach wie vor völlig offen sei, welche Dienstleistungen die Apotheker künftig anbieten müssten. Die Gefahr bestehe, dass die Dienstleistungen nur in »Leuchtturmapotheken« angeboten werden können, weil die meisten Apotheken schlichtweg keine Zeit dafür hätten. Und so kam der Kammerpräsident zu dem Schluss: »Das VOASG ist kein großer Wurf.«

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