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Bundeapothekerkammer

Kerstin Kemmritz kandidiert als BAK-Vize

Bei den Vorstandswahlen der Bundesapothekerkammer (BAK) Ende November wird es eine Kampfkandidatur geben. Die Präsidentin der Berliner Apothekerkammer, Kerstin Kemmritz, will am 26. November als Vizepräsidentin der BAK antreten. Zuvor hatte bereits Ursula Funke, Präsidentin der Kammer in Hessen, ihre Kandidatur bekanntgegeben.
Benjamin Rohrer
30.09.2020  08:00 Uhr

Eigentlich war bei den Vorstandswahlen in der ABDA, der BAK und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) schon im Vorfeld alles klar: In allen drei Organisationen müssen zwar die Spitzenpositionen neu vergeben werden. Allerdings hatte sich bislang pro Posten jeweils nur ein Standesvertreter zur Kandidatur gemeldet. So auch in der BAK: Thomas Benkert, bislang Vize vom kürzlich verstorbenen Andreas Kiefer, kündigte an, als BAK-Präsident ins Rennen zu gehen. Seine Kollegin aus Hessen erklärte kurze Zeit später in der PZ, dass sie gerne BAK-Vizepräsidentin werden wolle.

Doch zumindest um den Vizeposten wird es eine Kampfabstimmung geben. Denn am heutigen Montag erklärte die Berliner Kammerpräsidentin Kerstin Kemmritz ihre Kandidatur für dieses Amt. Mit Ihrem Schwerpunkt auf einer »wertschätzenden Ausrichtung des Berufsstandes durch nachhaltige Stärkung der pharmazeutischen Kompetenz« schaffe sie eine Auswahlmöglichkeit für die Vorstände der Landesapothekerkammern, hieß es am heutigen Montag aus der Berliner Kammer.

Kemmritz: Ich kann die Anliegen der Kammern zeitnah unterstützen

Kemmritz erklärte: »Ich möchte die Weichen für eine zukunftsweisende Weiterentwicklung des Berufsstandes stellen. Mit unserem innovativen Modell für pharmazeutische Dienstleistungen haben wir in Berlin bereits einen ersten progressiven Schritt getan.  Die Coronavirus-Krise hat uns darüber hinaus gezeigt, dass die Herausforderungen der fortschreitenden Digitalisierung für den Berufsstand und für die Körperschaften deutlich schneller beantwortet werden müssen. Durch meine politische Arbeit hier vor Ort in Berlin kann ich die Anliegen der Apothekerkammern zeitnah unterstützen.«

Kemmritz studierte zwischen 1984 und 1987 an der FU Berlin Pharmazie. Anschließend promovierte sie in der theoretischen pharmazeutischen Chemie (Molecular Modelling). Seit 1995 ist sie Apothekenleiterin der Falken-Apotheke in Berlin Weißensee. Im Mai 2019 wurde sie nach einer spannenden Wahl zur Präsidentin der Berliner Apothekerkammer und somit zum Nachfolger von Christian Belgardt.

Die ABDA-Wahlen in diesem Herbst finden in einem Hybrid-Modell statt. Das heißt, nur ein Teil der Wahlberechtigten wird zu den Abstimmungen nach Berlin reisen . Die ABDA arbeitet derzeit an einem neuen Abstimmungsverfahren via E-Mail. Am 26. November wählt die BAK-Mitgliederversammlung. Am 2. Dezember folgt dann der DAV. Hier hatte Thomas Dittrich, Chef des Apothekerverbands in Sachsen, seine Kandidatur als neuer DAV-Chef bekanntgegeben.Hans-Peter Hubmann aus Bayern möchte sein Vize werden. Am 9. Dezember stehen dann die Wahlen im ABDA-Vorstand an. Präsident Friedemann Schmidt kandidiert nicht erneut, als seine Nachfolgerin will Gabriele Regina Overwiening (Westfalen-Lippe) ins Rennen gehen. Mathias Arnold (Sachsen-Anhalt) will erneut als Vize-Präsident antreten.

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