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Datenschutz und Minderjährige
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KBV warnt vor Problemen der EPA 

Die Elektronischen Patientenakte EPA für alle steht in den Startlöchern. Doch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sieht in zwei Punkten Nachbesserungsbedarf und wendet sich daher in einem Schreiben an das Gesundheitsministerium. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 18.12.2024  14:00 Uhr

Ärzteschaft ist skeptisch 

In der vergangenen Woche klagte bereits der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ) über die zahlreichen noch offenen Fragen, die sich beim Umgang mit den Patientenakten von Minderjährigen ergeben. Auch die Kinderärzte wünschen sich ein Opt-In Modell für Kinder und Jugendliche, sodass diese nicht standardmäßig automatisch eine Patientenakte erhalten. 

Eine Umfrage der Gematik zeigte kürzlich, dass sich viele Ärztinnen und Ärzte Vorteile von der EPA versprechen, beispielsweise durch den einfachen Zugriff auf Medikationslisten und Patientendaten. Gleichzeitig geben nur 4 Prozent der Niedergelassenen an, dass sie keine Bedenken bezüglich der EPA hätten. Die Praxen sorgen sich demnach besonders vor einem Mehraufwand aufgrund sich verändernder Arbeitsabläufe und vor unklaren Zugriffsrechten.

Die Umfrage zeigte auch, dass im Oktober 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger noch nie von der EPA gehört hatten und somit auch nicht in der Lage waren, von ihrem Widerspruchsrecht gebrauch zu machen. Die Krankenkassen informieren aktuell ihre Versicherten über die neue Patientenakte. Es ist also anzunehmen, dass die Bekanntheit der EPA in den vergangenen Wochen gestiegen ist. 

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