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HPV-Impfung

Kassen zahlen für alle Kinder bis 14 Jahre

Die Krankenkassen tragen künftig die Kosten für die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) bei neun- bis 14-jährigen Kindern. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen.
Cornelia Dölger
20.09.2018
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Grundlage für die geänderte Schutzimpfungs-Richtlinie sei die erweiterte Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), hieß es heute vom G-BA. Diese hatte eine solche Empfehlung zunächst nur für Mädchen ausgesprochen und im Juni dieses Jahres auch für Jungen beschlossen. Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr können die Impfungen noch bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nachholen.

Die vom Robert-Koch-Institut und der Weltgesundheitsorganisation WHO als »sehr sicher« bewertete Impfung wird für Mädchen bereits seit 2007 zur Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs angeraten. Die verschiedenen Virussubtypen lösen Genitalwarzen aus und können Krebs an Gebärmutter, am Penis, im Anal- sowie im Mund-Rachen-Bereich verursachen. Übertragen werden sie durch sexuelle Kontakte. Daher sollten Kinder und Jugendliche vor den ersten Sexualkontakten geimpft werden. Laut Stiko gibt es jährlich bei etwa 6250 Frauen und 1600 Männern HPV-bedingte Krebserkrankungen.

Foto: Fotolia/luiscarceller

 

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