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Versorgungsengpass
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Kassen setzen erneut Festbeträge für Kinderarzneimittel aus

Angesichts der nach wie vor angespannten Versorgungslage insbesondere bei Schmerzmitteln und Antibiotika werden für bestimmte Wirkstoffe und Medikamente erneut die Festbeträge ausgesetzt – und zwar vom 15. Juni bis zum 31. Dezember 2023. Das hat der GKV-Spitzenverband beschlossen.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 12.05.2023  16:25 Uhr

Festbeträge als eine Ursache für knappes Angebot

Die Festbeträge, also die Preisgrenzen, bis zu denen Medikamente von den Kassen erstattet werden, gelten teilweise auch als Ursache dafür, dass Hersteller hierzulande weniger Produkte auf den Markt bringen. Lauterbach hatte zuletzt die Wirksamkeit der befristeten Maßnahme unterstrichen.

»Die Lage hat sich, Gott sei Dank, deutlich entspannt«, so der SPD-Politiker Anfang März in Düsseldorf. Das liege auch daran, dass die Krankenkassen für Kinderarzneimittel wie Paracetamol und Antibiotika mehr bezahlen dürften, so dass mehr Anbieter, die zuvor ins Ausland verkauften, nun auch nach Deutschland lieferten. 

Auch im derzeit im Regierungsentwurf vorliegenden Lieferengpass-Gesetz sind die Festbeträge Thema. So sollen Kinderarzneimittel von der Festbetragssystematik und vom Abschluss von Rabattverträgen ausgenommen und den Pharmaherstellern gestattet werden, die Preise um 50 Prozent anzuheben.

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