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Apothekenreform
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Kammer Hessen pocht auf Nachbesserung

Mit der frisch verabschiedeten Resolution im Gepäck reiste der hessische Kammerpräsident Dr. Christian Ude nach Berlin, um bei Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf deutliche Nachbesserungen beim geplanten Apothekenreformgesetz zu pochen. »Setzen Sie das um, was im Koalitionsvertrag angekündigt ist.«
AutorKontaktElke Wolf
Datum 20.11.2025  18:00 Uhr

Ernst, aber nicht aussichtslos

Um sich bei der Koalition mehr Gehör zu verschaffen, »müssen wir mit Vollgas zwar sachlich, aber unbequemer und lauter werden. Wir müssen uns auf wesentliche Dinge fokussieren:  Zur Erhöhung des Fixums und zum Beibehalt der inhabergeführten Apotheke ohne zeitweise PTA-Vertretung gibt es keine Alternative«. Es sei schließlich nicht einzusehen, dass die Apothekerschaft die »einzigen seien, die hinten runterfallen«. Die Lage sei zwar ernst, aber nicht aussichtslos. 

Die Delegierten verabschiedeten deshalb einstimmig und plakativ eine Resolution (siehe Kasten), in der sie fordern: »Setzen Sie um, was im Koalitionsvertrag niedergeschrieben ist. Jeglicher Vertrauensvorschuss ist aufgebraucht.«. Die Schlagworte sind: »Ohne 9,50 Euro geht’s nicht«; »Koalitionsvertrag gebrochen – Unser Fixum ist versprochen!«; »PTA stärken: Ja!, Apotheker ersetzen: Nein!«; »Keine Apotheken ohne Apotheker. Sonst droht »ERROR 404 – Apotheke not found«. 

Die Resolution will der Kammerpräsident heute Abend in Berlin persönlich an die Bundesgesundheitsministerin übergeben. Schützenhilfe bekommt er dazu von der hessischen Landesregierung: Günstigerweise findet nämlich ein parlamentarischer Abend der hessischen Landesregierung zum Thema seltene Erkrankungen statt, zu dem Nina Warken erwartet wird. »Eine gute Möglichkeit, persönlich zu zeigen, dass wir mit diesem Gesetzesvorhaben nicht konform gehen, sondern im Gegenteil deutlichen Verbesserungsbedarf sehen. Wir fordern ein, dass die Regierungspolitiker an der Seite der Apotheker stehen, so wie es im Koalitionsvertrag versprochen ist«, so Ude.

Was nicht heiße, dass  der Referentenentwurf nicht auch positive Elemente habe, wie die Aufwertung des pharmazeutischen Know-how, also etwa die geplante Ausweitung der pharmazeutischen Dienstleistungen und das Verimpfen aller Totimpfstoffe. 

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