Im Einklang mit früheren Studien ging auch bei dieser Studie eine hohe formale Bildung mit weniger wahrgenommenem Stress einher. Die Ergebnisse zeigen laut RKI, dass Menschen der hohen Bildungsgruppe mehr Bewältigungsstrategien wie Problemlösen und weniger Verdrängung angaben.
Es seien jedoch auch viele Möglichkeiten zur Stressbewältigung sozial ungleich verteilt: So gingen mit höheren Bildungsabschlüssen auch mehr Selbstwirksamkeit, Kontrollgefühl und soziale Unterstützung sowie mehr materielle Ressourcen einher.
Die wahrgenommene Stressbelastung hat sich laut RKI im Vergleich zum Panel von 2014 deutlich erhöht. Ähnliches gelte auch für weitere deutsche und internationale Studien. So sei einer Studie der Techniker Krankenkasse zufolge der Anteil der Menschen in Deutschland, die sich häufig oder manchmal gestresst fühlen, von 57 Prozent im Jahr 2013 auf 66 Prozent im Jahr 2025 gestiegen.