Pharmazeutische Zeitung online
Mögliche Kontamination

Janssen-Impfstoff wird teilweise zurückgehalten

Einige Chargen des Covid-19-Impfstoffs der Firma Janssen (Johnson & Johnson) werden in der EU zunächst nicht ausgeliefert. Hintergrund ist eine mögliche, aber unwahrscheinliche Kontamination.
Annette Rößler
11.06.2021  17:00 Uhr

In einer Produktionsstätte der Vakzine in Maryland, USA, sei es zu einer Kontamination einer Charge des Covid-19-Impfstoffs mit »Materialien« gekommen, die für einen anderen Impfstoff bestimmt gewesen seien, der dort ebenfalls produziert werde, teilte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) heute mit. Diese Charge sei zwar nicht für den europäischen Markt bestimmt gewesen und es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass Janssen-Impfstoff in der EU betroffen sei. Als Vorsichtsmaßnahme hätten die für die Freigabe der Vakzine zuständigen Behörden in Belgien und den Niederlanden jedoch empfohlen, Chargen, deren Wirkstoff etwa zur gleichen Zeit produziert worden sei, vorerst nicht freizugeben.

Die EU-Behörden täten alles in ihrer Macht stehende, um die Versorgung mit dem Impfstoff sicherzustellen und Nachteile durch die Verzögerung zu vermeiden. Man stehe in engem Kontakt zur US-Aufsichtsbehörde FDA, die die betroffene Produktionsstätte von Emergent Biosolutions bereits besucht habe, so die EMA.

Mehr von Avoxa