Pharmazeutische Zeitung online

Statistik: Kopfschmerz in Zahlen

Im vergangenen Jahr haben Ärzte weniger Arzneimittel gegen Kopfschmerzen verschrieben als 2012. Wie aus Zahlen des Gesundheitsdienstleister IMS Health hervorgeht, gab es 2013 insgesamt 5,4 Millionen solcher Verordnungen. Das ist ein Minus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Präparate kamen dabei gegen Migräne zum Einsatz (60 Prozent). 6 Prozent der Präparate verschrieben die Ärzte gegen Spannungs-, weitere 2 Prozent gegen Clusterkopfschmerzen. In etwa einem Drittel der Fälle (32 Prozent) waren verschiedene andere Kopfschmerzarten der Grund für das Rezept.

 

Von Kopfschmerzen betroffen waren in der Regel Frauen. Für sie sind mehr als 80 Prozent der verordneten Migränemittel bestimmt gewesen. Unter Clusterkopfschmerzen litten hingegen meist Männer. Sie erhielten drei von vier verordneten Präparaten gegen diese Erkrankung.

 

Insgesamt verkauften Apotheken 2013 rund 10 Millionen Packungen Migränepräparate. Das sind etwa 2 Prozent mehr als 2012. Nur etwa ein Viertel (24 Prozent) dieser Medikamente war rezeptpflichtig. Zugleich sorgte diese Gruppe jedoch für rund zwei Drittel (64 Prozent) des Umsatzes. Dieser belief sich ausgehend vom Abgabepreis der Hersteller auf insgesamt 75 Millionen Euro.

 

Fast jedes zweite abgegebene Migränemittel zählte zur Gruppe der Triptane (46 Prozent). In dieser Kategorie gingen rezeptfreie und verschreibungspflichtige Präparate in etwa gleich häufig über den HV-Tisch (jeweils 2 Millionen Packungen). (sch)

 

03.09.2014 l PZ

Foto: Fotolia/Dirima