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Auffrischimpfungen starten
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Impfstoffbestellung ab sofort auf einem Rezept

Ärzte können Covid-19-Vakzine künftig auf einem Rezept bei Apotheken bestellen. Alle Vakzine inklusive Dosen für Auffrischimpfungen sollen dort enthalten sein. Trotz fehlender STIKO-Empfehlung und EMA-Zulassung können Ärzte ab 1. September mit der Verimpfung einer dritten Dosis starten. Die WHO kritisiert den Start der Auffrischimpfungen zudem scharf.
AutorKontaktCharlotte Kurz
Datum 20.08.2021  10:35 Uhr

WHO: Auffrischimpfungen auf Eis legen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert dieses Vorgehen allerdings scharf. In vielen ärmeren Ländern gibt es immer noch kaum Impfstoffe, deshalb sollten alle geplanten und bereits begonnenen Auffrischimpfungen auf bis mindestens Ende September auf Eis gelegt werden, forderte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur kritisierte auch die Chef-Wissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan, das bislang nicht einmal klar sei, ob die Auffrischimpfungen auch nötig seien. Während in reichen Ländern jede Menge Impfstoff vorhanden ist, warten weltweit in Dutzenden Ländern viele Millionen Menschen noch auf die Chance einer Impfung, sagte sie am Mittwoch in Genf.

In deutschen Arztpraxen lagern derzeit bereits bis zu 3,2 Millionen unverimpfte Covid-19-Impfstoffdosen. Dies hat eine Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) ergeben. Ein beachtlicher Teil davon könnte schon bis Ende August verfallen. Die Impfstoffe können derzeit aber nur an andere Praxen oder Impfzentren abgegeben werden. Der Bund kann und will sie laut BMG aus haftungsrechtlichen Gründen nicht zurücknehmen und weitergeben, etwa an Drittstaaten.

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