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TU Braunschweig

Im Dienste der Allgemeinheit

»Glück ist ein Wort, das nicht zu jeder Situation im Pharmaziestudium passt – aber sicher zum Gefühl nach dem bestandenen zweiten Staatsexamen.« Mit diesen Worten begrüßte Lasse Krebs, Semestersprecher des sechsten Fachsemesters und Organisator der Studienabschlussfeier, Ende September die Absolventen des Zweiten Abschnitts der Pharmazeutischen Prüfung.
Conrad Kunick
05.11.2019
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Cathrin Burs, die neue Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen, konnte in Ihr Grußwort persönliche Erinnerungen einfließen lassen, da sie ebenfalls an der TU Braunschweig das Studium absolviert hatte. Soeben vom Apothekertag zurückgekehrt appellierte sie an die künftigen Kollegen: »Nutzen Sie die ganze Bandbreite der Möglichkeiten im praktischen Jahr. Wir brauchen Sie überall dort, wo pharmazeutische Kompetenz gefragt ist, denn unser Berufsstand steht vor großen Herausforderungen«

Professor Dr. Ingo Rustenbeck, Dekan der Fakultät für Lebenswissenschaften, übermittelte Grüße und Wertschätzung im Namen der ganzen Universität und wies dabei darauf hin, dass im Gegensatz zu einer Geburtstagsfeier die Gratulationen bei einer Absolventenfeier wohlverdient, weil hart erarbeitet seien.

Die Festrede hielt Professor Dr. Stephan Reichl vom Institut für Pharmazeutische Technologie. Reichl, der im vergangenen Monat mit dem Start-up »minds« den Niedersächsischen Innovationspreis gewonnen hatte, zog Parallelen zwischen dem Pharmaziestudium und der Entwicklung eines Arzneimittels. Zwar dauere das Studium in der Regel nicht ganz so lang und koste auch nicht 1 Milliarde Euro, sei aber trotzdem auch sehr aufwendig und benötige finanzielle Unterstützung. »Bewahren Sie auch in Zukunft kritischen gesunden Menschenverstand, Empathie und Offenheit gegenüber Neuem«, riet Reichl den Absolventen.

Katrin Maul, Semestersprecherin des Abschlusssemesters, ließ die zurückliegenden Jahre des Studiums Revue passieren. Sie erinnerte an die Wohnungssuche, das Leben von Prüfung zu Prüfung und nicht zuletzt auch an fröhliche Partys. »Das Erste Staatsexamen war sicher das Härteste, was viele von uns bis dahin erfahren hatten. Aber was ist schon die Anspannung bei vier Prüfungen in vier Tagen, wenn man auch fünf Prüfungen in fünf Wochen haben kann?«, womit sie sich auf die Anstrengungen und die Anspannung während der zurückliegenden Prüfungen bezog.

Stefan Willeke vom Landesprüfungsamt für Pharmazie hob hervor, dass Apotheker als Angehörige eines freien Berufs im Dienste der Allgemeinheit arbeiten, jedoch den Beruf unter staatlicher Aufsicht ausführen. In diesem Zusammenhang warb er für Engagement des Berufsnachwuchses in der beruflichen Selbstverwaltung, insbesondere in den Gremien und Funktionen der Kammer.

Begleitet vom Applaus der Freunde und Verwandten überreichte die Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen anschließend Gratulationsurkunden an alle Absolventen. Zusätzlich gab es Auszeichnungen für herausragende Prüfungsergebnisse. Besonders viel Beifall erhielten Lukas Bollenbach, Tom Joshua Eisenack, Marie Thiemann und Nils Wagner, die jeweils die Traumnote 1,0 erzielen konnten.

Beim abschließenden Empfang, der vom studentischen Fachgruppenrat Pharmazie organisiert worden war, versprachen sich viele ehemalige Kommilitonen, auch im Rahmen des Vereins der Alumni der Pharmazie in Braunschweig Freundschaften zu pflegen und Kontakte aufrechtzuerhalten.

 

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