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Pharma-Studie
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Hoffnung auf Entspannung in den Lieferketten

Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben den globalen Wirtschaftskreislauf belastet: Deutschland ist laut einer Studie im Auftrag des Verbands der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) besonders stark von ausbleibenden Vorleistungslieferungen betroffen. Aber: Eine Entspannung sei in Reichweite.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 20.01.2023  09:00 Uhr

Lieferengpässe im Arzneimittelmarkt 

Die globalen Lieferkettenprobleme seien aber nicht mit den Lieferengpässen im Arzneimittelmarkt gleichzusetzen, betonen die Analysten. Die derzeitigen Lieferschwierigkeiten bei einzelnen Medikamenten wie etwa Fiebersäften hätten andere Ursachen. So treffe eine außergewöhnlich hohe Nachfrage auf ein gesunkenes Angebot. Bereits im Sommer habe ein Hersteller von Fiebersäften seine Produktion aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, heißt es. Grundsätzlich mahnen die Autoren daher, künftig auf mehr strategische Unabhängigkeit und technologische Souveränität zu setzen.

Die Aussichten für die Pharmabranche für das aktuelle Jahr zeichnet die Analyse dann auch eher düster. So rechnen die Autoren nicht zuletzt wegen der Kürzungen im Zuge des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes damit, dass die Umsätze deutlich unter das Niveau von vor der Corona-Krise abrutschen, die Prognose geht derzeit von einer Umsatzeinbuße in Höhe von 4,9 Prozent aus. 

»Das Jahr 2023 droht nach der Aufbruchstimmung der vergangenen Jahre ein verlorenes Jahr für die pharmazeutische Industrie zu werden«, so das Fazit der Autoren. Ausbleibende Investitionen, geringere Belegschaften sowie weniger Einsatz in Forschung und Entwicklung würden nicht nur im Jahr 2023 negative Konsequenzen zeigen, sondern drohten zu einer Hypothek für die Folgejahre zu werden. Hier gelte es politisch gegenzusteuern.

 

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