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Kältewelle

Herzmedikamente jetzt noch wichtiger als sonst

Das sollten sich Herzpatienten auch bei uns zum Vorbild nehmen und auf kälteresistente Kleidung achten. »Bei Minusgraden legen sie sich zum Schutz am besten einen Schal über Mund und Nase, so gelangt die Luft bereits vorgewärmt in die Atemwege«, macht auch Voigtländer deutlich. Sei regelmäßige Bewegung auch im Winter notwendig, so rate er zu weniger anstrengenden körperlichen Aktivitäten wie Spaziergängen im Park.

So oder so: »Plötzliche Schmerzen, Druck oder Brennen beziehungsweise ein massives Engegefühl im Brustkorb, Angstschweiß mit fahler, kalter Haut beziehungsweise Übelkeit und Erbrechen, Atemnot und Beschwerden im Oberbauch insbesondere bei Frauen müssen als Warnzeichen und Vorboten schwerer koronarer Ereignisse bewertet und zum Anlass zur sofortigen ärztlichen Konsultation genommen werden«, warnt der Kardiologe, der stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Herzstiftung ist.

Er betont, dass Betroffene den Arztbesuch trotz Corona und Angst vor Covid-19-Infektionen nicht scheuen dürfen. Es sei unmittelbar Gefahr im Verzug. Dabei sei dringender Handlungsbedarf nicht nur bei Patienten mit bereits bekannter koronarer Herzkrankheit (KHK), Angina pectoris oder Zustand nach Herzinfarkt, sondern auch bei bestehendem Vorhofflimmern oder tiefen Beinvenen-Thrombosen gegeben. Im Übrigen sei, so erste Hinweise, in kälteren Jahreszeiten auch die Zahl der Schlaganfälle und Lungenembolien erhöht.

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