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Frauen mit Diabetes
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Herausforderung Wechseljahre

Diabetes und Menopause interagieren vielfältig. Die schwankenden und sinkenden Hormonspiegel beeinflussen viele Körperfunktionen, darunter auch den Glucosestoffwechsel. Die Blutzuckereinstellung wird schwieriger und das kardiovaskuläre Risiko der Frauen steigt. Gute pharmazeutische Begleitung hilft.
AutorKontaktMarion Hofmann-Aßmus
Datum 10.07.2022  00:00 Uhr

Mehr Awareness nötig

Die Diabetologin betont gegenüber der PZ aber auch den Nutzen nicht medikamentöser Maßnahmen: »Eine bewusste Lebensführung mit gesunder Ernährung, geringerer Kalorienaufnahme und ausreichender Bewegung, um die Gewichtszunahme zu verhindern, trägt auch dazu bei, die Beschwerden insgesamt ein wenig abzumildern.«

Sie fordert mehr Aufmerksamkeit für die Situation der Frauen mit Diabetes in der Menopause. Schumm-Draeger: »Das Problem ist die fehlende Awareness. Das Thema Diabetes und Menopause und die besondere Problematik, die sich aus der hormonellen Umstellung ergibt, ist weder den Ärztinnen und Ärzten noch den Diabetesberaterinnen präsent. Folglich werden die Frauen in dieser Lebensphase nicht so differenziert beraten, wie es erforderlich wäre – und wie es zum Beispiel bei Schwangeren mit Diabetes bereits der Fall ist. Eine eingehende Beratung benötigen insbesondere Frauen mit Typ-1-Diabetes, aber auch Patientinnen mit Typ-2-Diabetes, selbst wenn sie nicht mit Insulin behandelt werden.« Daher wäre es gut, wenn die Kenntnisse aufgefrischt und das Bewusstsein für diese Problematik geschärft würden.

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