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Psilocybin

Hefe als Wirkstofflieferant

Nur ein wichtiger Teilschritt eines längerfristigen Forschungsvorhabens

Während die de novo-Produktion von Psilocybin in Hefe in diesen Ausbeuten als beeindruckender Konzeptbeweis angesehen werden muss, unterstreichen die dänischen Forscher, dass dies nur ein Aspekt ihres mittelfristigen Forschungsvorhabens ist. So soll diese Arbeit die Basis für die Herstellung anderer natürlicher und neuartiger Sekundärstoff-Derivate darstellen.

Denn Psilocybe-Pilze synthetisieren eine Reihe anderer Moleküle, die strukturell dem Psilocybin ähneln, die aber sehr schwierig zu reinigen sind, so dass deren therapeutisches Potential bisher nicht untersucht werden konnte. Diesen Fragen will sich das Forscherteam künftig zuwenden.

In dieser Hinsicht interessant war die Beobachtung, dass in Rahmen dieser Studie ein Molekül auffiel, das natürlicherweise nicht von dem Pilz synthetisiert wird. Durch weitere Variation mit Hilfe eines metabolischen Engineerings hoffen die Wissenschaftler, interessante »nicht-natürliche Naturstoffe« isolieren und deren pharmakologisches Potential studieren zu können.

»Unser Interesse gilt nicht nur der Produktion von Psilocybin im Kilogramm-Maßstab. Wir interessieren uns auch dafür, das biologische System nutzen zu können, um neue, potentiell pharmakologisch interessante, Derivate herzustellen«, sagt Nick Milne.

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