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Erkältungen
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Hausmittel und Arzneitees im Check

Hausmittel und Arzneitees haben ihre Berechtigung zur Symptomlinderung bei grippalen Infekten. Zum Beginn der Erkältungssaison ordnen ein Experte und eine Expertin ihre Wirksamkeit ein.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 01.10.2025  10:30 Uhr

Wenn es draußen kühler wird, beginnt quasi gleichzeitig auch die Erkältungszeit. Immerhin waren es bereits Mitte September laut Grippe-Web etwa 6,2 Millionen Personen mit einer neu aufgetretenen Atemwegserkrankung in Deutschland. Ob kratzender Hals oder laufende Nase – für nahezu jedes Erkältungssymptom gibt es alternative Hausmittel. Doch wie steht es um die Evidenz und worauf sollte man bei der Anwendung achten?

Ob Hühnersuppe, Halswickel oder Fußbad – es gibt unzählige Mittel und Methoden bei Erkältungen, die häufig über Generationen hinweg weitergegeben werden. »Oft haben wir wissenschaftliche Erklärungen dafür, wie Hausmittel wirken«, sagt Professor Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel-Krankenhaus Berlin und Stiftungsprofessor für Naturheilkunde an der Berliner Charité. Klassische Studien gebe es jedoch meistens nicht, da sie niemand finanziere. Anders sieht das bei Arzneipflanzen aus, die oft gut erforscht sind.

Fußbäder, Halswickel, Hühnersuppe

Ein Bottich warmes Wasser, dazu etwas Senfmehl oder Ingwerpulver, um die Durchblutung zu fördern, und schon hat man ein Fußbad, das die Abwehrkräfte stärken soll. »Man weiß, dass die Temperatur der Füße auch die Temperatur in der Mund- und Rachenschleimhaut bestimmt«, sagt Andreas Michalsen. »Das hat tatsächlich einen abwehrstärkenden Effekt« so der Mediziner. Wichtig dabei: Nicht mehr als zwei Esslöffel Senfmehl verwenden und maximal fünf bis zehn Minuten anwenden, da sonst die Gefahr von Hautirritationen und Verbrennungen besteht. Ähnlich wirken Halswickel mit Kartoffeln oder Leinsamen. Auch die klassischen Zwiebelsäckchen auf den Ohren sollen entzündungshemmend und antibakteriell wirken.

Und die heiße Hühnersuppe? Sie kann bei Erkältungen wohltuend sein, zumal sie dem angeschlagenen Körper zusätzliche Energie liefert. Laut der Stiftung Gesundheitswissen deuteten Laboruntersuchungen sogar auf eine antientzündliche Wirkung von Hühnersuppe hin. Diese Wirksamkeit habe man bei Menschen jedoch noch nicht nachweisen können.

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