Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapie sehen ambulante Versorgung in Gefahr. / © Imago / Sabine Gudath
Die Teilnahme der über 2000 Praxen an einer Online-Fortbildung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin anlässlich des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetze zeige die Alarmbereitschaft der Ärzte- und Psychotherapeutenschaft. Es sei zu Schließungen von Praxen gekommen, meldet die KV. »Schon vor der Veranstaltung haben wir aus dem Kollegium mehrere Hundert Fragen erhalten. Das Interesse am Thema und den möglichen Auswirkungen ist enorm. Genauso, wie die Erwartung an die Gesundheitsministerin sich für den Bereich einzusetzen, den sie vertritt«, fasst der Vorstand der KV Berlin die Fortbildung zusammen.
Für die zukünftige Lage der Versorgung sehe es schlecht aus, so die KV: »Steigende Kosten der Praxen aus Miete, Personal und modernem Gerät auf der einen Seite und eine Kürzung des Budgets auf der anderen Seite. Das Feedback unserer Mitglieder während der Veranstaltung bestätigt wie gravierend die Folgen für den ambulanten Bereich sein werden.«
Die Kürzungen wirken sich auf die Versorgungslage aus, so die KV: »Praxen werden Termine reduzieren und weniger präventive Beratungsleistungen wie zum Beispiel Impfungen oder Schwangerschaftsvorsorge anbieten. Dieser Umstand macht deutlich: Das Gesetz denkt kurzfristig ans Geld und vergisst dabei langfristig die Menschen im Gesundheitswesen und die Patient:innen, die darauf angewiesen sind«, meldet der Vorstand.
Die KV Berlin beobachtet wachsam die heutige Lesung im Bundestag und stellt klar: »Es geht in diesem Gesetz um die Sanierung des nächsten Haushaltes und nicht um die medizinische Versorgung der Bevölkerung.«