Alarmiert zeigten sich die Vize-Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Maria Klein-Schmeink und Anja Hajduk. Das schlechte Krisenmanagement des Ministers werde zu einer finanziellen Belastung für den Staat, erklärten beide in einer gemeinsamen Pressemitteilung. »Seine intransparente Maskenvergabe unter Einbeziehung der Apotheken hat voraussichtlich 2 Milliarden Euro Steuermittel verschwendet.« Bereits im Februar hatten die Grünen massive Kritik an der Vergütung der Maskenaktion geübt und Spahn damit maßgeblich zur Kürzung der Honorierung gedrängt. Zwar sei es wichtig, allen Menschen Zugang zu sicheren Atemschutzmasken zu gewähren und die Entscheidung des Ministers im Dezember daher überfällig gewesen, so Hajduk und Klein-Schmeink. Dennoch habe Spahn »ohne Plan und klaren Kompass« gehandelt. Alternativen habe er nicht geprüft und mit den Apotheken stattdessen den denkbar teuersten Weg gewählt, heißt es. »Das Ergebnis ist erneut ein finanzielles Fiasko und viel verbranntes Geld, das an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt werden könnte.« Eine solche Verschwendung dürfe sich bei der Abgabe der Schnelltests keinesfalls wiederholen, betonen die Grünen.
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