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Grippeimpfstoff

Hamburger Apotheker dürfen EU-weit bestellen

Nach Bayern hat jetzt auch Hamburg Konsequenzen aus den Versorgungsengpässen bei Grippeimpfstoffen gezogen. Die Hansestadt erlaubt es Apothekern nun, Vakzine aus dem EU-Ausland zu beziehen.
Anna Pannen
04.12.2018
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In Hamburg können Apotheker seit gestern Grippeimpfstoffe aus dem europäischen Ausland bestellen. Das hat die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in der Hansestadt per Erlass geregelt. »Damit bekommen Hamburger Apotheken einen schnellen Zugang zu zusätzlichen Impfstoffkontingenten«, teilte sie mit.

Möglich ist dies durch eine Sonderregelung: Am 23. November hatte das Bundesgesundheitsministerium offiziell einen sogenannten Versorgungsnotstand bei Grippeimpfstoffen ausgerufen. Es reagierte damit auf Berichte über Lieferengpässe in einigen Regionen Deutschlands. Gilt ein solcher Notstand, dürfen die Behörden einzelner Bundesländer es den dort praktizierenden Apothekern erlauben, Grippeimpfstoffe an Kollegen weiterzugeben oder aus dem EU-Ausland zu beziehen. Voraussetzung ist aber immer eine Freigabe der entsprechenden Charge durch das Paul-Ehrlich-Institut.

Bayern richtete schon kurz darauf eine Tauschbörse für Grippeimpfstoffe ein. Auch Hamburger Apotheker können nun Bestände aufkaufen, die ursprünglich für andere EU-Staaten bestimmt waren. Sie dürfen dann ausnahmsweise auch Packungen abgeben, die in einer Fremdsprache gekennzeichnet sind und keine deutschsprachige Packungsbeilage enthalten. /

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