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Zöliakie
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Glutenfrei leben – worauf Betroffene achten müssen

Strikt glutenfrei essen – das ist für Zöliakie-Betroffene unerlässlich. Was hinter der Erkrankung steckt, wie Symptome aussehen und was beim Umgang mit Lebensmitteln zu beachten ist.
AutorKontaktdpa
Datum 15.05.2026  14:00 Uhr

Zöliakie ist mehr als nur eine Unverträglichkeit – und bleibt oft lange unentdeckt. Sei es im Haushalt, bei der Arbeit, im Urlaub oder im Restaurant: Betroffene müssen Gluten, das Klebeeiweis bestimmter Getreidesorten, vermeiden und daher im Alltag eine Menge beachten.

»Dieses Klebereiweiß ist vorwiegend in bestimmten Getreidesorten enthalten, etwa in Weizen, Dinkel, Gerste und Roggen«, sagt Professor Dr. Birgit Terjung, Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Fragen und Antworten vor dem Welt-Zöliakie-Tag am 16. Mai im Überblick.

Was ist Zöliakie?

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Betroffene mit einer Immunreaktion auf Gluten reagieren. Schon kleinste Mengen Gluten können dabei nach Angaben der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG) eine Immunreaktion auslösen. Dadurch komme es zu einer Entzündung im Dünndarm sowie zu einer Rückbildung der sogenannten Darmzotten und damit zu einer Schädigung der Schleimhaut. »Langfristig kann die anhaltende Schädigung der Darmschleimhaut zu Nährstoffmängeln führen und das Risiko für Folgeerkrankungen wie Osteoporose erhöhen«, erläutert die Sprecherin der Organisation, Kseniya Mai.

Diese Zotten sind bis zu einen Millimeter große Ausstülpungen der Darmschleimhaut. Sie seien bei Menschen mit Zöliakie durch glutenhaltige Ernährung nicht oder kaum mehr da, erklärt Gastroenterologin Terjung. »Dadurch funktioniert die Aufnahme von Nährstoffen schlechter«, sagt sie. »Und wenn sie dann glutenfreie Kost zu sich nehmen, baut sich diese Schleimhaut wieder auf und funktioniert wieder.« Das dauere meist jedoch ein bis zwei Jahre.

Etwas anderes als die Zöliakie ist die herkömmliche Weizenallergie, die sich durch allergische Reaktionen auf verschiedene Weizenproteine wie Hautreaktionen, Atem- oder Magen-Darm-Beschwerden äußern kann. »Betroffene müssen Weizen meiden, vertragen jedoch häufig andere glutenhaltige Getreidearten«, erläutert Mai.

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