Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

DAV-Berechnungen
-
GKV-Arzneimittelausgaben 2021 erneut gestiegen

Seit mehreren Jahren steigen die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel stetig. Auch 2021 scheint sich der Aufwärtstrend fortzusetzen. Nach Berechnungen des Deutschen Apothekerverbands (DAV) sind die Ausgaben sogar um etwa 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die vorläufigen Zahlen des GKV-Spitzenverbands legen ebenfalls einen starken Anstieg der Kosten für das Jahr 2021 nahe.
AutorKontaktSvea Türschmann
Datum 31.01.2022  17:02 Uhr

Ausgabenanstieg zeichnete sich schon 2020 ab

Schon im Jahr 2020 hatten die GKV-Arzneimittelausgaben stärker als erwartet zugelegt. Der DAV berechnete für 2020 über Apothekenrechenzentren abgerechnete Rezepte Arzneimittelausgaben von knapp 41 Milliarden Euro ohne Einsparungen durch Rabattverträge (+ 6,6 Prozent). Der GKV-Spitzenverband meldet für das Jahr insgesamt sogar mehr als 43,3 Milliarden Euro inklusive Einsparungen durch Rabattverträge (+ 5,4 Prozent), wobei hier auch Rezeptabrechnungen über ausländische Versandapotheken und Krankenhausapotheken mit inbegriffen sind. 

Dittrich betonte: »Die Apotheken sind keine Kostentreiber im System.« Ihr Anteil an den Leistungsausgaben der GKV sei seit Jahren rückläufig und liege nur noch bei knapp über 2 Prozent. Die zahlreichen Sonderaufgaben, die die Apotheken in der Pandemie-Bekämpfung übernommen hätten, seien ohnehin in der Regel nicht zu Lasten der Kassen abgerechnet worden.

Mehr von Avoxa