| Jennifer Evans |
| 08.07.2026 12:30 Uhr |
Wie Musik auf das menschliche Gehirn und die geistige Fitness wirkt, ist der Fokus der Konzertreihe. / © Adobe Stock/shocky
Pop, Klassik und Soundtracks verbinden sich mit kurzen Einblicken in die aktuelle Hirnforschung. Das Publikum probiert einfache Experimente aus und erlebt, wie Musik das Gehirn anregt. Die Reihe ist Teil des Wissenschaftsjahres 2026 und tourt bis Dezember dieses Jahres durch insgesamt fünf Städte. Neben Köln geht es auch nach Berlin, Bonn, Dortmund und München.
Auf der Bühne steht ein rund 100-köpfiges Projektorchester, der Chor des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und wechselnde Gäste. Dr. Theodor Rüber, Neurologe am UKB, hat das Format initiiert. »Wir spielen ein breites Repertoire von Mozart über Coldplay bis John Williams«, teilte er in einer Mitteilung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) mit.
Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht. Über eine App können Besucherinnen und Besucher zudem an einem Live-Experiment teilnehmen, das das Zusammenspiel von Klang, Gefühl und Erinnerung sichtbar macht. In Köln ist auch die Band Bläck Fööss mit von der Partie und bringt ihre Perspektive auf das Musikmachen ein.
Vor Ort zeigt außerdem ein mobiler Hirnscanner, wie moderne Technik Gehirnaktivität außerhalb großer Kliniken erfassen kann. Dazu kommen Aufnahmen von Musikerinnen und Musikern, die vorab im Scanner waren. »Wir wollen zeigen, wie Musik Emotionen auslöst, Erinnerungen aktiviert, Menschen verbindet und unser Gehirn nachhaltig zum Positiven beeinflussen kann«, so Rüber.
Die gemeinsame Veranstaltungsserie des UKB, des DZNE, der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn, sowie des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA) wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 – Medizin der Zukunft gefördert. Das Wissenschaftsjahr ist die größte bundesweite Plattform für disziplinübergreifende Kommunikation aktueller Forschungsthemen.
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