Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Deutschland
-
Geburtenrate auf niedrigstem Stand seit fast 20 Jahren

Die Geburtenrate in Deutschland ist erneut gesunken und hat 2025 den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten erreicht.
AutorKontaktPZ
Datum 02.07.2026  17:00 Uhr

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) kürzlich in einer Pressemitteilung informierte, lag die zusammengefasste Geburtenziffer im vergangenen Jahr bei 1,32 Kindern je Frau. Das sind 2,7 Prozent weniger als 2024 (1,35 Kinder je Frau). Bereits seit 2022 geht die Geburtenrate kontinuierlich zurück.

Mit insgesamt 654.241 Geburten wurde zugleich die niedrigste Zahl an Geburten seit Ende des Zweiten Weltkriegs registriert. Das Statistische Bundesamt führt dies unter anderem darauf zurück, dass die Generationen, die sich derzeit im üblichen Alter der Familiengründung befinden, zahlenmäßig kleiner sind als frühere Jahrgänge.

Die Geburtenrate sank unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit lag sie 2025 bei 1,20 Kindern je Frau und damit so niedrig wie zuletzt Mitte der 1990er-Jahre. Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bekamen durchschnittlich 1,78 Kinder; auch hier setzte sich der seit Jahren beobachtete Rückgang fort.

Höchste Geburtenrate in Niedersachsen

Regional zeigen sich weiterhin deutliche Unterschiede: Die höchste Geburtenrate verzeichnete Niedersachsen mit 1,38 Kindern je Frau, die niedrigste Sachsen mit 1,16. Insgesamt lag die Rate in den ostdeutschen Flächenländern mit 1,22 deutlich unter derjenigen in den westdeutschen Bundesländern (1,34).

Im europäischen Vergleich lag Deutschland zuletzt im Mittelfeld. Für das Jahr 2024 weist das europäische Statistikamt Eurostat für die EU insgesamt eine Geburtenrate von 1,34 Kindern je Frau aus. Damit setzt sich ein europaweiter Trend fort: Seit 2019 ist die Geburtenrate sowohl in Deutschland als auch im EU-Durchschnitt um rund 12 Prozent gesunken.

Mehr von Avoxa