Die französische Regierung will die Ausgaben der Krankenversicherung senken – auch durch niedrigere Preise für ausgewählte Generika. / © Adobe Stock/weyo
In einer Pressemitteilung kritisiert der französische Verband der Apothekergewerkschaften (USPO) die Entscheidung des Begleitausschusses für Generika (Comité de Suivi des Génériques, CSG), bei Nachahmerpräparaten zu sparen. Das CSG ist ein französisches Verhandlungsgremium zur Überwachung und Preisgestaltung von Generika. Es wird zweimal jährlich vom Wirtschaftsausschuss für Gesundheitsprodukte (Comité économique des produits de santé, CEPS) einberufen.
Ursprünglich waren für das kommende Jahr Preissenkungen in zwölf Generikagruppen vorgesehen. Nach Verhandlungen wurden jedoch neun dieser zwölf Gruppen am 23. Juli 2026 aus dem Sparpaket herausgenommen. Die verbleibenden drei Gruppen werden zu Einsparungen von 24,2 Millionen Euro für die Krankenversicherung führen. Welche Generika-Gruppen davon betroffen sind, lässt sich in den derzeit verfügbaren öffentlichen Quellen noch nicht identifizieren.
»Die systematischen Preissenkungen bei Generika sind an ihre Grenzen gestoßen«, so der Apothekenverband in seiner Pressemitteilung. Einsparungen dürften nicht »auf einer kontinuierlichen Preissenkungen bei etablierten Arzneimitteln« beruhen. Diese Strategie würde die Versorgungssicherheit und das Apothekennetz untergräben.
Laut französischen Medienberichten leidet das Krankenversicherungssystem unter einem »extrem hohen« Defizit. Demnach will das französische Krankenversicherungssystem seine Ausgaben bis 2027 um 3,9 Milliarden Euro senken. Davon sollen 1,3 Milliarden Euro auf den Bereich Arzneimittel und Medizinprodukte entfallen.