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Parkinson-Erkrankung

Forscher optimieren die tiefe Hirnstimulation

Generell sei die THS nebenwirkungsärmer geworden, berichtete die Forscherin vor der Presse. Die Operation selbst berge »ein relativ geringes Risiko«; es könnten aber Blutungen und Infektionen auftreten. Heute sei eine optimale Patientenauswahl möglich und durch bessere Bildgebung des Zielgebiets erziele der Neurochirurg eine höhere Treffsicherheit bei der Implantation der Elektroden.

Bei der chronischen THS sind unerwünschte Effekte wie Dysarthrie (Sprechstörung) und ausgeprägte Bradykinese bekannt. Diese könnten durch eine bedarfsgerechte intermittierende Stimulation positiv beeinflusst werden, hofft Kühn. Hyperdopaminerge Verhaltensstörungen wie Impulskontrollstörungen bei Parkinson-Patienten könnten ebenfalls gebessert werden. Unbedingt müsse die Medikation angepasst werden, denn die THS reduziere den Arzneimittelbedarf um etwa 50 Prozent.

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