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Vorschläge Finanzkommission
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Fixum schrittweise anheben, pDL-Topf auflösen

Die Finanzkommission Gesundheit hat ihre Empfehlungen vorgelegt, mit denen die Kassenfinanzen kurzfristig stabilisiert werden sollen. Das Apothekenhonorar soll angehoben werden, allerdings über mehrere Jahre verteilt. Zudem soll der Topf für pharmazeutische Dienstleistungen dem Gesundheitsfonds zugeführt werden.
AutorKontaktPZ
Datum 30.03.2026  14:50 Uhr

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte mehrfach betont, dass die Erhöhung des Fixums von 8,35 auf 9,50 Euro bei den Sparvorschlägen mit eingepreist werden soll. Das hat die Kommission auch getan, sieht aber zusätzliches Sparpotenzial auf der Zeitschiene.

Da die Finanzwirkung der einmaligen Erhöhung bereits in der Finanzprognose der Kommission berücksichtigt ist, führe eine schrittweise Anhebung zu Einsparungen. In 2027 ergäbe sich demnach ein Fixum in Höhe von 8,65 Euro und damit Einsparungen von rund 600 Millionen Euro, die aufgrund der schrittweisen Fixumanhebung bis 2030 auf rund 70 Millionen Euro absinken würden, heißt es.

Die Anhebung soll demnach in den Jahren 2027 bis 2029 auf Höhe der Grundlohnrate abzüglich eines Abschlags um einen Prozentpunkt begrenzt werden. So heißt es: »Sofern die Bundesregierung plant, das Fixum umzusetzen, empfiehlt die Kommission eine schrittweise Anhebung über mehrere Jahre, bis die politisch vorgegebene Höhe des Fixums von 9,50 Euro erreicht wird.«

Ein solches stufenweises Vorgehen verbessere die Einkommenssituation der Apotheken verglichen mit der gegenwärtigen Vergütung. Die Maßnahme solle damit darauf abzielen, »sowohl die wirtschaftliche Stabilität der Apotheken als auch die finanzielle Tragfähigkeit der solidarischen Krankenversicherung gleichermaßen zu gewährleisten«.

Auf Nachfrage ließ Warken nicht durchblicken, ob sie das Fixum tatsächlich gestaffelt erhöhen werde. Sie sagte lediglich: »Ich habe schon mehrfach gesagt, dass ich zu den Zusagen im Koalitionsvertrag stehe, dass wir die Fixumserhöhung umsetzen.« Diese sei bei den Vorschlägen der Kommission auch wie gefordert eingepreist. Man werde das Thema »sehr zeitnah angehen«, so Warken.

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