Pharmazeutische Zeitung online
Wochenendworkshop 

Fit für den HV

Am 9. und 10. November findet in Halle/Saale  der Wochenendworkshop Patient & Pharmazeutische Betreuung (WEWS) statt. Das bewährte Programm bleibt, gewechselt hat lediglich der Ausrichter. Federführend organisiert nun die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt die Veranstaltung, deren Präsident Dr. Jens-Andreas Münch über Hintergründe und Ausblicke informiert.
Sven Siebenand
11.09.2019
Datenschutz bei der PZ

PZ: Die ABDA führt das Veranstaltungsformat WEWS selbst nicht fort. Dennoch wird es im Herbst in Halle einen WEWS geben. Wie kam es dazu?

Münch: In den neuen Bundesländern waren die WEWS in den vergangenen Jahren ausgesprochen erfolgreich und stets ausgebucht. Die Teilnehmer waren vom Format dieser Fortbildung, von den praxisnahen Inhalten und der Atmosphäre begeistert. Die Veranstaltungen wurden immer positiv evaluiert und regelmäßig wurde der Wunsch nach mehr solcher Fortbildungen geäußert. Die Entscheidung der ABDA, die zentrale Organisation der Wochenendworkshops zu beenden, war zwar bedauerlich, wenn auch in ihrer Begründung nachvollziehbar. Wir waren uns daraufhin schnell einig, dass wir dieses Fortbildungsformat erhalten und fortführen wollen. Dankbar sind wir, dass uns die ABDA mit wichtigen Tipps und Hinweisen unterstützt.

PZ: Welche Kammern beteiligen Sie an der Fortführung der WEWS?

Münch: Bisher sind das die Apothekerkammern Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Somit sind wir nun fünf Kammern, die die WEWS ausrichten. Wir hoffen, weiterhin gute Referenten mit ansprechenden Themen zu gewinnen, sodass die WEWS ein Fortbildungs-Highlight bleiben.

PZ: Wird es wichtige Änderungen im Ablauf der Veranstaltungen geben?

Münch: Gut funktionierende Systeme sollte man nicht ohne Not ändern. Daher haben die Vertreter der Kammern beschlossen, den bewährten Ablauf zu belassen: Es wird wie bisher zwei Vorträge und sechs Seminare zur Auswahl geben. Auf diese Weise können sich die Teilnehmer wie zuvor an einem Wochenende umfassend zu verschiedenen Themen informieren, über einzelne Aspekte diskutieren, Erfahrungen austauschen und schließlich die neuen Erkenntnisse im Apothekenalltag umsetzen.

PZ: Planen Sie neue Programmpunkte?

Münch: Ja, ein neues Detail haben wir in diesem Jahr hinzugefügt. Hintergrund ist, dass die Medikationsanalyse und das Medikationsmanagement immer wichtiger werden. Auf diesen Gebieten ist neben der unverzichtbaren pharmazeutischen Expertise auch eine gute Software-Unterstützung notwendig, die sowohl eine umfassende Analyse unter Berücksichtigung aller Faktoren ermöglicht, sich aber auch möglichst nahtlos in die bestehende Apothekensoftware einfügt. Einige Unternehmen bieten bereits entsprechende Lösungen an. Diesen haben wir angeboten, nicht nur mit einem Stand vor Ort präsent zu sein, sondern in den Vorsymposien am Samstag und Sonntag ihre Software vorzustellen. So können sich interessierte Teilnehmer einen ersten Überblick verschaffen, welche Hilfsmittel bei der Medikationsanalyse in der Apotheke unterstützen können.

PZ: Was wird Themenschwerpunkt beim diesjährigen WEWS sein?

Münch: Den einen Themenschwerpunkt wird es nicht geben. In allen Seminaren wird aber die Frage von Neben- und Wechselwirkungen oder anderen arzneimittelbezogenen Problemen und deren Lösung eine Rolle spielen. Wichtig ist uns, dass wir die Kollegen mit dieser Fortbildung in Puncto kompetente Beratung stärken, auch mit Blick auf den Versandhandel. Die Patienten müssen sich in der Apotheke mit ihren Problemen bestens beraten, aufgehoben und umsorgt fühlen. Denn das Gefühl der Sicherheit kann kein Versandhandel vermitteln.

PZ: Wird der Veranstaltungsort jährlich zwischen den teilnehmenden Kammern rotieren?

Münch: Ja, das ist geplant. So wird es für keine Kammer zu viel in Sachen Organisation. Zudem haben die Teilnehmer aus jedem Kammerbereich immer mal einen Heimvorteil. Geplant ist, dass der WEWS 2020 in Sachsen stattfinden soll.

PZ: Wo kann man sich über den WEWS informieren?

Münch: Die beteiligten Kammern haben ihre Mitglieder über die bekannten Informationswege wie Mitteilungsblatt, Newsletter und Info-Schreiben bereits informiert. Zudem finden Interessenten unter www.wews.de alle notwendigen Informationen, inklusive Anmeldeformular. Mit der Pharmazeutischen Zeitung haben wir einen Medienpartner an unserer Seite, der sowohl online als auch in der Printausgabe auf den WEWS hinweist. Primär rechnen wir mit Teilnehmern aus den beteiligten Kammerbereichen, aber selbstverständlich sind uns auch die Kollegen aus anderen Bundesländern herzlich willkommen. Meine Einladung geht an alle: Der WEWS und die Stadt Halle sind eine Reise wert.

 

Mehr von Avoxa