| Brigitte M. Gensthaler |
| 03.02.2023 10:30 Uhr |
Ohnehin leiden viele ältere Menschen und Patienten mit Typ-2-Diabetes an einer sogenannte sarkopenischen Adipositas. Damit bezeichnet man einen metabolischen Zustand der deutlich erhöhten Fettmasse bei gleichzeitiger reduzierter Muskelmasse und -funktion. Die Sarkopenie zählt zu den geriatrischen Syndromen und nimmt im Alter zu. Sie schränkt die Fähigkeit zur Alltagsbewältigung deutlich ein und mindert die Lebensqualität somit erheblich. Ebenso leiden chronisch kranke Menschen, zum Beispiel mit rheumatoider Arthritis oder Tumoren, gehäuft an einer Sarkopenie, was ihre Morbidität und Mortalität erhöht.
Kürzlich wiesen die Europäische Gesellschaft für Klinische Ernährung und Metabolismus (ESPEN) und die Europäische Adipositas-Gesellschaft (EASO) in einem Konsensuspapier auf die Bedeutung der sarkopenischen Adipositas hin und beschrieben Screening und Diagnosekriterien für die klinische Praxis.