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Ursprung für Cyclospora-Ausbruch
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FDA entlastet Salatlieferant

In den USA haben sich Tausende Menschen mit einem Parasiten infiziert. Die Behörden brachten den Ausbruch zunächst mit einem Salatlieferanten in Verbindung – nun nahmen sie diese Einschätzung zurück.
AutorKontaktdpa
Datum 21.07.2026  12:00 Uhr

Erst stand Eisbergsalat im Verdacht, Tausende Fälle von Durchfall in den USA verursacht zu haben: Die US-Lebensmittelbehörde FDA rudert nun zurück und verdächtigt das zunächst in den Fokus gerückte Unternehmen nicht mehr, für den Ausbruch eines Parasiten Cyclospora verantwortlich zu sein. Wer für die massenhaften Erkrankungen verantwortlich ist, dürfte damit weiter unklar sein.

Aufgrund der »Komplexität des Cyclospora-Nachweises« seien die Ergebnisse erneut geprüft worden, teilte die Lebensmittelbehörde FDA mit. Diese hätten ein »falsch positives Ergebnis« ergeben. Die ursprüngliche Quelle des Parasiten bleibt damit weiter unklar.

»Stand 19. Juli 2026 liegen keine bestätigten positiven Testergebnisse für Cyclospora vor«, hieß es weiter von der FDA. Diese habe sich entschuldigt, teilte das unfreiwillig ins Rampenlicht gerückte Unternehmen Taylor Farms mit.

FDA und CDC hatten einen Verdacht

Erst vergangene Woche hatte die FDA den Verdacht geäußert, dass kleingeschnittener Eisbergsalat die Quelle des Parasiten sei. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hatten mehr als 1600 Erkrankte angegeben, in Filialen der Restaurantkette Taco Bell in fünf US-Bundesstaaten gegessen zu haben. »Verzehren Sie keinen kleingeschnittenen Eisbergsalat aus Taco-Bell-Filialen in Indiana, Kentucky, Michigan, Ohio und West Virginia«, warnte die Behörde.

Untersuchungen hätten dann einen einzigen Lieferanten aus Mexiko identifiziert, von dem die Fastfoodkette den Salat bezogen hätte. In der Folge hatte sich der Lieferant Taylor Farms verpflichtet, entsprechende Produkte vom Markt zu nehmen.

Zuvor hatte die CDC mitgeteilt, dass bei mehr als 1.600 Menschen Cyclosporiasis-Infektionen bestätigt worden seien. Weitere 5.100 Fälle würden noch untersucht, hieß es zur Wochenmitte. Da die Krankheit häufig unerkannt bleibe oder nicht gemeldet werde, dürfte die tatsächliche Zahl noch deutlich höher liegen. 94 Menschen seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, gestorben sei an der Erkrankung bislang niemand, hieß es zuletzt.

Der Parasit wird nach Angaben der CDC in der Regel nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern über mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel oder Wasser. Er befällt den Dünndarm und verursacht wässrigen Durchfall mit häufigem, teils heftigem Stuhlgang. Cyclosporiasis-Ausbrüche treten in der Regel im Sommer auf.

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