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Arzneimittelbehörde in der Krise
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FDA-Chef Makary tritt zurück

Marty Makary hat sein Amt als Leiter der US-amerikanischen Arzneimittel- und Lebensmittelbehörde FDA nach etwas mehr als einem Jahr niedergelegt. Als kommissarischer Nachfolger wurde Kyle Diamantas eingesetzt, der zuvor die Lebensmittelabteilung der FDA geleitet hatte.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 13.05.2026  14:00 Uhr

Am gestrigen Dienstag bestätigte Präsident Donald Trump vor Journalisten den Abgang des Leiters der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA Marty Makary und veröffentlichte anschließend auf Truth Social eine Textnachricht Makarys, in der dieser seinen Rücktritt erklärte.

Makary, britisch-amerikanischer Chirurg, Professor, Autor und Medizinkommentator, fungierte seit 2025 als 27. Leiter der FDA. Seine Amtszeit war von Beginn an von erheblicher Unruhe geprägt. Bereits am Tag seines Amtsantritts, dem 1. April 2025, entließ Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. rund 3500 FDA-Mitarbeitende. In der Folge verließen Hunderte weitere Fachkräfte die Behörde freiwillig oder wurden entlassen, was zu einem massiven Verlust an institutionellem Wissen führte.

Hinzu kamen anhaltende Führungsprobleme: Weder das CEDER, das Zentrum für Arzneimittelbewertung und -forschung, noch das CBER, die Abteilung innerhalb der FDA, die biologische Produkte für den menschlichen Gebrauch gemäß den geltenden Bundesgesetzen reguliert, verfügen derzeit über eine permanente Leitung. Es war Makary, der grünes Licht für Pläne gab, den langjährigen Direktor des Zentrums für die Bewertung und Erforschung von Biologika, Peter Marks, zu entlassen.

Inhaltlich geriet Makary zwischen die Fronten verschiedener Interessengruppen. Die Trump-Administration setzte erst kürzlich gegen seinen ausdrücklichen Widerstand die Zulassung aromatisierter E-Zigaretten durch. Makary hatte hingegen vor deren Attraktivität für Jugendliche gewarnt. Abtreibungsgegner und konservative Abgeordnete kritisierten ihn dafür, eine Sicherheitsüberprüfung der Abtreibungspille Mifepriston zu verzögern. Gesundheitsexperten wiederum warfen ihm vor, impfskeptischen Positionen entgegengekommen zu sein. Die Pharmaindustrie schließlich zeigte sich besorgt über seine Reformansätze bei der Arzneimittelzulassung.

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