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Krebsprävention

EU investiert Millionen in KI

Um die häufigsten Krebsarten in Zukunft besser vorhersagen und behandeln zu können, steckt die Europäische Union 35 Millionen Euro in Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Das teilte die Europäische Kommission heute mit. Für die Krebsdiagnostik sollen demnächst vor allem Bilder analysiert werden.
Jennifer Evans
09.07.2019
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Wenn das Wissen und die technologischen Fortschritte aus den Bereichen der Krebsprävention, Diagnotik und Therapie geteilt und gemeinsam interpretiert würden, könnte den Patienten in Europa besser geholfen werden, so der für Gesundheit zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis.

Gemeinsam mit den Mitgliedstaaten wolle man einen Rahmen schaffen, der sowohl grundsätzliche Vorgaben des Gesundheitssystems berücksichtige als auch auf individuelle Besonderheiten der Staaten eingehe, betonte EU-Kommissarin Mariya Gabriel, die für digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständig ist. Ziel der Investition in KI ist es ihren Angaben zufolge, Fortschritte für alle Mitgliedstaaten zu entwickeln.

Am Mittwoch hat Gabriel daher einen Runden Tisch einberufen. An dem sollen sich dann Vertreter der Europäischen Kommission, der Pharma-, Biotechnologie- und Medizintechnikindustrie sowie der Zivilgesellschaft über die »digitale Transformation des Gesundheitswesens« austauschen. Die Kommissarin wolle mit Blick auf den grenzüberschreitenden Austausch von Gesundheitsdaten explizit die Bedeutung von Privatsphäre und Datenschutz hervorheben, heißt es.

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