| Laura Rudolph |
| 17.04.2026 10:00 Uhr |
Nach drei Jahren lebten in der Estradiol-Gruppe 87,1 Prozent metastasenfrei, in der GnRH-Analoga-Gruppe 85,9 Prozent. Das Gesamtüberleben betrug unter Estradiol 81,1 Prozent und unter GnRH-Analoga 79,2 Prozent. In beiden Gruppen erreichten 85 Prozent der Teilnehmenden nach dem ersten Jahr Testosteronlevel von weniger als 1,7 nmol/l.
Bei vergleichbarer Wirkung schnitten die Hormonpflaster hinsichtlich der Nebenwirkungen deutlich besser ab: Hitzewallungen traten unter Estradiol bei 44 Prozent auf, unter GnRH-Analoga bei 89 Prozent. Allerdings trat in der E2-Gruppe mit 85 Prozent etwa doppelt so häufig eine Vergrößerung des männlichen Brustdrüsengewebes auf wie in der Kontrollgruppe (42 Prozent).
»Wir sind überzeugt, dass unsere Ergebnisse Männern mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs ermöglichen sollten, selbst zu entscheiden, welche Hormontherapie am besten zu ihnen passt«, sagte Langley in einer Pressemitteilung ihrer Universität. »Die einfache Anwendung und das günstigere Nebenwirkungsprofil eröffnen den Patienten echten Handlungsspielraum«, ergänzte Co-Autor Dr. Duncan Gilbert.