Während sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert hat, zeigen sich im Zehnjahresvergleich deutlichere Veränderungen: So wurden damals mit 99.200 Fällen insgesamt 6800 Fälle im Jahr weniger als 2025 gemeldet.
Bei den Altersgruppen zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung: Rückläufig war die Zahl in den Altersgruppen 15 bis 17 Jahre (minus 6,1 Prozent) und 20 bis 24 Jahre (minus 4,4 Prozent). Deutlich gestiegen sind dagegen die Abbrüche in den Altersgruppen 30 bis 34 Jahre (plus 8,5 Prozent), 35 bis 39 Jahre (plus 27,5 Prozent) und 40 bis 44 Jahre (plus 24,1 Prozent).
Teilweise sind die Entwicklungen laut dem Statistischen Bundesamt auf demografische Faktoren zurückzuführen. Es gibt anteilig mehr Ältere und weniger Jüngere. Weitere Ursachen seien anhand der Daten nicht bewertbar. »Insbesondere liegen keine Erkenntnisse über die persönlichen Entscheidungsgründe für einen Schwangerschaftsabbruch nach der Beratungsregelung vor.«