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Venezuela
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Erste Länder und Organisationen schicken medizinische Hilfe

Gestern Abend haben zwei Erdbeben kurz hintereinander Venezuela erschüttert. Die USA und die Bundesregierung schicken Suchtrupps und medizinische Hilfe. Auch die Hilfsorganisation action medeor stellt Mittel für die medizinische Versorgung bereit.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 25.06.2026  12:36 Uhr

Im Norden Venezuelas, westlich der Hauptstadt Caracas, ereignete sich gestern Abend ein Erdbeben der Stärke 7,5. Dieses folgte 39 Sekunden nach einem Erdbeben der Stärke 7,2, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilt.

Die Erschütterungen verursachten etliche Gebäudeeinstürze und führten zu über 700 Verletzten, wie Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez laut Medienberichten bekannt gab. Bislang sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen, wie die venezolanische Regierung angibt.

Laut Medienberichten wies Rodríguez darauf hin, dass noch keine Daten aus dem an die Hauptstadt Caracas grenzenden Bundesstaat La Guaira vorliegen, der am stärksten betroffen ist. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen und rechnet mit Tausenden Toten.

Medizinische Hilfsgüter aus den USA

Sowohl die USA als auch Deutschland sind bereit, Hilfe zu schicken. »Amerika steht dem venezolanischen Volk in dieser schwierigen Zeit zur Seite. Auf Anweisung von Präsident Trump sendet das Außenministerium unverzüglich Such- und Rettungsteams, medizinische Hilfsgüter und humanitäre Hilfe nach Venezuela«, schrieb US-Außenminister Marco Rubio auf X.

Laut einer Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums ist Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) »tief erschüttert« über die Ereignisse in Venezuela. »Jetzt gilt es, schnell Hilfe zu leisten. Die Bundeswehr steht bereit und kann kurzfristig bis zu sechs Transportflugzeuge A400M zur Verfügung stellen, sobald Unterstützung von uns angefordert wird.« So könnten zum Beispiel Personal und Material des Technischen Hilfswerks (THW) nach Venezuela gebracht oder Transportflüge innerhalb des Landes ermöglicht werden.

Hadja Lahbib, EU-Kommissarin für Krisenmanagement, erklärte auf der Plattform X, dass das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus aktiviert worden sei und dass die EU bereit sei, ihre Unterstützung vor Ort zu verstärken.

Auch die Nachbarländer Venezuelas, El Salvador und die Dominikanische Republik, sind bereit, das Land zu unterstützen. So schrieb der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, auf der Plattform X, dass 300 Rettungskräfte und Sanitäter sowie 50 Tonnen Ausrüstung, Medikamente und lebensnotwendige Hilfsgüter bereitstünden, um nach Caracas gebracht zu werden. Ebenfalls auf X kündigte der Präsident der Dominikanischen Republik, Luis Abinader, an, dass spezialisierte Such-, Rettungs- und Notfallteams der Streitkräfte nach Venezuela aufbrechen würden. »Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Familien der Opfer, den Verletzten und dem gesamten venezolanischen Volk«, schrieb er.

Laut Medienberichten kamen Hilfszusagen auch aus Spanien, Brasilien, Ecuador, Mexiko, Indien, China und Katar.

Action medeor stellt 50.000 Euro bereit

Auch das Medikamentenhilfswerk action medeor stellt eigenen Angaben zufolge 50.000 Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen zur Verfügung. »Die Versorgungslage mit Medikamenten und Medizinprodukten war in Venezuela schon vor dem Erdbeben sehr angespannt, das hat sich durch die Naturkatastrophe jetzt noch einmal verschärft«, berichtet Sid Peruvemba, Vorstandssprecher von action medeor. Zurzeit prüfe die Organisation die lokale Beschaffung von Hilfsgütern und bereite Hilfslieferungen aus Deutschland vor.

action medeor sei seit Jahren im lateinamerikanischen Land aktiv und setze dort zusammen mit lokalen Partnerorganisationen verschiedene humanitäre Projekte um.

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