Erneut gab es Pannen bei der E-Rezept-Verarbeitung.
Klar war, dass erneut unter anderem SMC-B und Heilberufsausweise (HBA) betroffen sind. Erst am Montag und Dienstag hatte eine großflächige Störung für Wirbel gesorgt. Apotheken und Arztpraxen waren in ihren Abläufen empfindlich eingeschränkt, weil durch die Serverstörung ein Ausstellen beziehungsweise Signieren sowie Verarbeiten von E-Rezepten zwischenzeitlich nicht möglich war.
Etwa eine Stunde nach der Störungsmeldung gab die Gematik Entwarnung. Es gebe keine Beeinträchtigungen bei der Nutzung von SMC-B und HBA mehr, meldete sie um 9:30 Uhr. Die Situation werde weiterhin beobachtet.
Wie groß die Auswirkungen der Störung zu Wochenbeginn waren, ist derweil unklar. D-Trust sprach von »vielen« betroffenen Praxen und Apotheken, während das Fälschungsschutzsystem Securpharm zeitweise einen Rückgang der Ausbuchungen um 20 Prozent registrierte. Offenbar wichen zahlreiche Arztpraxen vorübergehend wieder auf Papierrezepte aus.
Der Vorfall befeuert zudem die Debatte über die Zukunft des Papierrezepts. So fordert ein Antrag zum bevorstehenden Apothekertag eine verpflichtende E-Rezept-Nutzung und die weitgehende Abschaffung von Papierrezepten. Als Argumente nennt er besseren Schutz vor Rezeptfälschungen und geringere Retaxrisiken für Apotheken.
Das Papier-Rezept ist ein Auslaufmodell. Mit dem E-Rezept sollen alle Arzneimittel-Verordnungen über die Telematikinfrastruktur abgewickelt werden. Wir berichten über alle Entwicklungen bei der Einführung des E-Rezeptes. Eine Übersicht über unsere Berichterstattung finden Sie auf der Themenseite E-Rezept.