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Hype um Abnehmspritzen 
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Enormes Wachstum bei Eli Lilly und Novo Nordisk

Eli Lilly und Novo Nordisk gehören zu den größten Pharmaunternehmen der Welt. Beide Konzerne haben bereits hochwirksame Abnehmmedikamente im Angebot, daher dürften sie in den kommenden Jahren noch wichtiger werden, meint ein Marktbeobachter. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 12.03.2024  15:30 Uhr
Weitere Unternehmen wollen vom Hype profitieren

Weitere Unternehmen wollen vom Hype profitieren

Eli Lilly und Novo Nordisk hätten aktuell jedoch noch mit Produktionsengpässen zu kämpfen. »Die Unternehmen können nicht genug produzieren, um die Nachfrage zu befriedigen, und die Ausweitung der Produktion braucht Zeit. Um dieses Problem zu lösen, beabsichtigt Novo Holdings (der Haupteigentümer von Novo Nordisk), den US-amerikanischen Auftragshersteller Catalent für 16,5 Milliarden US-Dollar zu übernehmen«, erklärt Sand-Holm.

Dieser Teil der Wertschöpfungskette sei seit Langem ein Engpass für die Branche, aber die Übernahme könne Novo Nordisk laut dem Marktkommentar in die Lage versetzen, die Produktion von Wegovy® und dem Diabetes-Medikament Ozempic®, das ebenfalls Semaglutid enthält, schneller hochzufahren.

Das Geschäft mit Abnehmpräparaten auf Inkretin-Basis ist lukrativ, daher gibt es eine Reihe großer und kleiner Unternehmen, die in den Markt einsteigen wollen, aber bisher haben nur die beiden großen Pharmakonzerne entsprechende Medikamente auf dem Markt. Der Analyst rechnet nicht mit Konkurrenz vor Ende 2027.

»Das US-amerikanische Unternehmen Viking Therapeutics und das dänische Unternehmen Zealand Pharma, das ein Kooperationsabkommen mit Boehringer Ingelheim geschlossen hat, verfügen beide über interessante Kandidaten, die sich derzeit in der klinischen Prüfung befinden. Amgen zählt ebenfalls zu den Hauptakteuren im Rennen um den Anschluss an Novo und Lilly«, erklärt Portfoliomanager Sand-Holm.

Es habe zudem zahlreiche Übernahmen von Unternehmen gegeben, die Medikamente gegen Fettleibigkeit entwickeln, zum Beispiel durch Astra-Zeneca und Roche. Für diese Unternehmen sei es jedoch noch ein weiter Weg bis zur Marktreife. Außerdem dürfte der Markt groß genug sein, um Platz für weitere Akteure zu bieten.

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