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Sichere Arzneimittel

EMA warnt vor Fake-Apotheken und dubiosen Corona-Mitteln

Aus aktuellem Anlass warnt die EMA die Bürger Europas davor, Produkte mit Heilsversprechen gegen Coronaviren zu bestellen, die bei nicht autorisierten Online-Apotheken angeboten werden.
Daniela Hüttemann
24.03.2020
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Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA ) warnt die Bevölkerung davor, Arzneimittel von unautorisierten Websites und anderen Anbietern zu kaufen, die die Ängste aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausnutzen wollen. Es gebe Verkäufer, die vermeintlich einfachen Zugang zu legalen Arzneimitteln bieten würden, die Covid-19 vorbeugen oder behandeln können sollen und anderswo nicht erhältlich seien. »Solche Produkte sind wahrscheinlich Arzneimittelfälschungen«, warnt die EMA.

Die Behörde rät, Arzneimittel grundsätzlich nur in lokalen Apotheken oder bei Online-Apotheken zu kaufen, die bei den nationalen Behörden registriert sind. Für Deutschland führt das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) die entsprechende Liste. Erkennbar sind seriöse Anbieter über das Logo zur Überprüfung der Legalität der Website mit dem weißen Kreuz auf grün gestreiftem Grund, darunter die Flagge des Landes, in dem der Versandhändler registriert ist. Käufer sollten nach diesem Logo Ausschau halten und vor dem Kauf einmal darauf klicken und auf der nationalen Liste überprüfen, dass der Händler dort auch wirklich gelistet ist.

Die EMA erinnert noch einmal daran, dass es derzeit keine zugelassenen Behandlungsoptionen für Covid-19 gibt. Arzneimittel zur Behandlung von Symptomen wie Fieber sollten den Rat ihres Arztes oder Apothekers befolgen.

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