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Video-Podcast der Kanzlerin

Einschränkungen gelten weiter

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat alle Bürger aufgefordert, sich auch an Ostern und in den Ferien an die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu halten. Sie sagte am Freitag in ihrem wöchentlichen Podcast, sie könne noch keinen Stichtag für ein Ende der Anordnungen nennen.
dpa
PZ
03.04.2020
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Einen genaues Datum für eine Ende zu nennen, wäre in der jetzigen Situation auch unverantwortlich. Sie versicherte aber, dass die Bundesregierung und sie persönlich alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Maßnahmen möglichst bald zurückfahren zu können.

Derzeit stiegen aber die Infizierten-Zahlen noch zu stark an. Es stimme zwar, dass jüngste Zahlen des Robert-Koch-Instituts ein wenig Hoffnung machten. »Aber es ist definitiv viel zu früh, um darin einen sicheren Trend zu erkennen.« Deshalb blieben alle Leitlinien für das reduzierte öffentliche Leben und für die Einschränkung der Kontakte unvermindert bestehen – zunächst bis einschließlich 19. April, dem Ende der Osterferien in den meisten Ländern. Wie es dann weiter gehe, hänge davon ab, »an welchem Punkt der Ausbreitung des Virus wir dann in Deutschland stehen und wie sich das in den Krankenhäusern auswirkt«.

Abstand halten und Händewaschen

»Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor«, sagte Merkel. Auch einen Osterspaziergang sei nur nach den Regeln möglich, die seit gut zwei Wochen gelten: nur mit Familienangehörigen, mit denen man zusammenwohnt, oder mit höchstens einer anderen Person außerhalb dieses Kreises, mahnte Merkel.

Dabei müsse auch immer an den nötigen Abstand zu anderen Menschen gedacht werden: eineinhalb Meter oder besser zwei. »Vergessen wir auch nicht, an gründliches und häufiges Händewaschen zu denken.« Ein einfacher Mundschutz könne nicht das Einhalten des Abstandes ersetzen. »Solange es keinen Impfstoff und kein Medikament gegen das Virus gibt, ist die Einhaltung des Abstandes der wirksamste Schutz.«

Die Kanzlerin nahm an diesem Freitag nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne ihre Dienstgeschäfte im Kanzleramt wieder auf und zeigte nun Verständnis vor allem für die vielen älteren und kranken Menschen, die von der Außenwelt abgeschnitten sind. »Jetzt ahne ich: 14 Tage allein zu Hause, 14 Tage nur am Telefon und im Netz mit der Welt verbunden zu sein, das ist nicht leicht.« Besonders schwer in dieser Zeit hätten es vor allem vielen ältere oder erkrankten Menschen, die alleine zu Hause sein müssen, weil das Virus für sie eine große Gefahr darstellt, sagte Merkel.

Merkel versicherte: Die Bürger könnten sich indessen darauf verlassen, »dass die Bundesregierung und auch ich persönlich tatsächlich Tag und Nacht darüber nachdenken, wie wir beides schaffen können: also sowohl den Gesundheitsschutz für alle als auch einen Prozess, mit dem das öffentliche Leben auch wieder Schritt für Schritt möglich wird.« Sie fügte hinzu: »Das alles insgesamt im Blick zu haben, das leitet mich. Das ist eine Herkulesaufgabe.« Damit dies weiter gelinge, »brauche ich, das sage ich ganz offen, auch weiter Ihre Mithilfe.«

 

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