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Volle Apothekenlager
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Eingelagerten Grippe-Impfungen droht der Verfall

Bis Ende vergangenen Jahres war Impfstoff gegen Grippe zwischenzeitlich ein knappes Gut, doch inzwischen hat sich die Situation deutlich entspannt – so sehr, dass Apotheken teils auf vorbestellten Dosen sitzenbleiben. In Nordrhein etwa lagern derzeit mehr als 100.000 Grippeimpfungen im Wert von 1,2 Millionen Euro in den Offizinen.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 02.02.2021  15:30 Uhr

Apothekerschaft fordert faire Bedingungen

Auch aus Hessen kommen Mahnungen an die Politik. »Wer die Durchimpfungsrate der Bevölkerung für Grippe steigern will, muss sich auf das Engagement der Apotheken verlassen können« schrieb Holger Seyfarth, Vorsitzender des hessischen Apothekerbands, in einer Mitteilung. Dafür bräuchten Apotheken aber faire Bedingungen. Blieben sie auf ihren Kosten sitzen, wirke das demotivierend. »Dann wird es nur noch Impfstoffversorgung nach Plan geben«, so Seyfarth.

Zwar gebe es auch jetzt noch die Möglichkeit, weitere Dosen zu verimpfen, denn in der aktuellen Situation sei eine Grippeimpfung nach wie vor sehr sinnvoll. Grundsätzlich ändere dies aber nichts an der Tatsache, dass Apotheken »durch die Sicherstellung der Versorgung mit Grippeimpfstoffen ein erhebliches finanzielles Risiko eingehen«.

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