Entscheidend ist, dass Malaria früh erkannt und behandelt wird, wie hier bei einem Test in einem Slum von Bombay. / © Imago/Hindustan Times
Zum diesjährigen Welt-Malaria-Tag startet die Weltgesundheitsorganisation WHO eine neue Kampagne: »Driven to end Malaria: Now we can. Now we must.« »Zum ersten Mal ist es eine reale Möglichkeit, Malaria noch zu unseren Lebzeiten zu besiegen«, so die WHO. »Die Chancen standen noch nie so gut.« Es stünden immer mehr Lösungen zur Verfügung oder seien in der Entwicklung, etwa neue Impfstoffe, neue Behandlungsmethoden wie langwirksame Injektabilia und bahnbrechende Technologien wie die genetische Veränderung von Mücken. Allerdings fehle nach der drastischen Kürzung von Entwicklungshilfe noch viel Geld, um das Ziel zu erreichen.
Die WHO drängt die Weltgemeinschaft, die Chance auf eine malariafreie Welt zu ergreifen. Hunderttausende Kinder starben 2024 an Malaria. 95 Prozent aller Malariaerkrankungen und -todesfälle passieren in Afrika. 2024 wurden dort 265 Millionen Erkrankungen gemeldet und 579.000 Todesfälle. Kinder unter fünf Jahren machten 75 Prozent der Verstorbenen aus. Neue Herausforderungen seien wachsende Resistenzen des Malaria-Erregers gegen Medikamente und die Ausbreitung der Malaria-Mücke Anopheles stephensi aus Indien in Afrika.
Die guten Nachrichten: Inzwischen werden Millionen Kinder unter fünf Jahren in mittlerweile 25 Ländern gegen Malaria geimpft oder erhalten in der Mückensaison vorbeugende Medikamente. Der Einsatz von Moskitonetzen, die Vermeidung von Moskitobrutplätzen in bewohnten Gebieten und Impfungen haben nach WHO-Schätzung seit 2000 rund 2,3 Milliarden Erkrankungen und 14 Millionen Todesfälle verhindert.
Die Zahl der Länder, in denen Malaria endemisch ist, fiel von 108 auf 80. 37 betroffene Länder meldeten im Jahr 2024 weniger als 1000 Fälle. 47 Länder wurden als malariafrei zertifiziert. Und die Zahl der weltweiten Todesfälle sank im Vergleich zum Vorjahr etwas auf 610.000.