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Medikationsanalyse
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Ein blutender Patient

In Fall 2 der Webinarreihe »100 Medikationsanalysen später« ging es um einen Patienten, der über massives Nasen-, Zahnfleisch- und Magenbluten als Nebenwirkung klagte. Was war passiert?
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 11.01.2023  14:00 Uhr

Umgehend handeln

Was tun, wenn der Arzt nicht erreichbar ist oder reagiert? »Bei einer Medikation wie dieser ist Gefahr im Verzug und Sie müssen sofort handeln«, erläuterte Ravati. In einem solchen Fall sei es gerechtfertigt, das Diclofenac sofort abzusetzen, in diesem Fall sogar auch das verordnete Escitalopram, da dessen blutgerinnungshemmende Wirkung schneller nachlasse. »Wenn Sie nur das ASS absetzen, kann es bis zu sieben Tage dauern, bis das Bluten aufhört. Bei Blutungen darf man nicht zögern.«

Generell sollte man sich in einem solchen Fall erst einmal auf die dringlichsten arzneimittelbezogenen Probleme, da lebensbedrohlich, beschränken, waren sich Ravati und Göbel einig.  Gebe es wie bei diesem Patienten zudem noch weitere arzneimittelbezogene Probleme, sei für weitere Verbesserungen später immer noch Zeit.

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