| Annette Rößler |
| 17.07.2026 16:20 Uhr |
Dabei berücksichtigten sie einen weiteren Umstand, der bislang in solchen Studien außer Acht gelassen wurde, nämlich den, dass eine Krebserkrankung häufig schon zu einem Gewichtsverlust führt, bevor sie erkannt wird. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung haben die Patienten also bereits abgenommen, was den statistischen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs abschwächt. Das Team zog daher nicht das Gewicht und den Taillenumfang bei Diagnosestellung heran, sondern sieben Jahre zuvor.
In einer Pressemitteilung des DKFZ ordnet Seniorautor Professor Dr. Hermann Brenner die Ergebnisse ein: »Da die Verbreitung des Übergewichts in den meisten Ländern weiter zunimmt und die Bevölkerung gleichzeitig altert, dürfte die Zahl der dadurch verursachten Krebserkrankungen künftig weiter deutlich steigen. Effektive Strategien zur Vorbeugung und Behandlung des Übergewichts könnten daher einen wesentlich größeren Beitrag zur Krebsprävention leisten als bislang angenommen.«