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Versandhandel
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Doc Morris steigert Rx-Umsatz um 38 Prozent

Doc Morris hat vor allem im Rx-Geschäft deutlich zugelegt. Laut Zahlen des Versenders stieg der Außenumsatz im ersten Halbjahr 2026 im Vorjahresvergleich insgesamt um 12,5 Prozent auf 628 Millionen Schweizer Franken. Der Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten legte um 38 Prozent zu.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 19.08.2026  08:50 Uhr

Rote Zahlen schreibt der Versender immer noch, die Verluste konnten aber gebremst werden. Laut Mitteilung bedeutet das bereinigte EBITDA von -10,9 Millionen Franken, dass die Verluste mehr als halbiert werden konnten.

Da Doc Morris auch einmalige außerordentliche Kosten unter anderem für die Umsetzung der AI-First-Strategie und die Schließung des Standorts Ludwigshafen veranschlagt, sollen Aufwendungen in Höhe von 7,6 Millionen Franken im zweiten Halbjahr aufgrund der resultierenden Kosteneinsparungen »weitestgehend kompensiert« werden.

Der Umsatz mit Rx-Medikamenten stieg im ersten Halbjahr um 38,3 Prozent, im zweiten Quartal konnte Doc Morris nach eigenen Angaben sogar um 45,8 Prozent zulegen. Eine gestiegene Kundenbindung und Wiederbestellrate sowie eine »erhebliche Neukundenzunahme« führt der Versender als Gründe an. Demnach konnte die Zahl der aktiven Rx-Kunden im zweiten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 15,6 Prozent gesteigert werden.

Der OTC-Umsatz konnte dagegen nur um 4 Prozent gesteigert werden. Besser lief es bei den »Digital Services« (Teleclinic, Retail Media und Marktplatz) mit einem deutlichen Umsatzplus von 71,4 Prozent. Für das Gesamtjahr geht Doc Morris jetzt von einem Wachstum von mehr als 50 Prozent im Non-Rx-Bereich aus. Die Telemedizinplattform Teleclinic steigerte den Umsatz etwa um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und die Zahl der Behandlungen um 51 Prozent.

Für das Gesamtjahr geht Doc Morris jetzt von einem Rx-Wachstum von rund 40 Prozent aus – statt von rund 20 Prozent wie bisher. Die Prognose für 2026 wird erhöht: Doc Morris rechnet nun mit einem Außenumsatzwachstum zwischen 9 und 13 Prozent und einem Verlust von 10 bis 17,5 Millionen Franken – statt wie bislang mit bis zu 25 Millionen Franken.

 

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