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Diagnostik und Prävention
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dm geht bei Gesundheitsvorsorge in die Offensive

Der Drogerieriese dm steigt in die Gesundheitsvorsorge ein. Seit Kurzem bietet das Karlsruher Unternehmen Haut-, Augen- und Blutchecks an. In die Offensive geht man auch beim Thema Prävention. Fachärzte sehen medizinische Standards unterschritten und lose Enden bei der Versorgung. Dm verweist auf die Expertise der Partner. 
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 25.08.2025  14:00 Uhr

»Welt am Sonntag«: »Medizin-Kartelle zerschlagen«

Die Auswertung und Zusendung der Ergebnisse erfolge ebenfalls durch Skleo Health. Die KI-Hautanalyse führten Kundinnen und Kunden eigenständig in der Dermanostic-App oder am Self Service-Terminal im dm-Markt durch. Der telemedizinische Online-Service werde von Dermatologinnen und Dermatologen von Dermanostic durchgeführt. Die Ergebnisse würden von Ärztinnen und Ärzten der Partner sowie qualifizierten medizinischen Fachkräften ausgewertet beziehungsweise beraten, betont Bayer. »Sie geben Kundinnen und Kunden eine Empfehlung und verweisen bei Bedarf auf die Vorstellung bei dem/der Haus- oder Facharzt/ -ärztin.«

Während von Ärzteseite also viel Kritik an den neuen Angeboten aufkommt, sehen andere die dm-Pläne als willkommene Gegenbewegung, um »die Medizin-Kartelle« zu »zerschlagen«. Ärzte und Apotheker seien »vom Staat beschützte Unternehmer - auf Kosten der Bürger«. Und: »Statt kritisiert, gehören Wettbewerbstreiber wie dm gefeiert – es braucht mehr Wettbewerb um die Gesundheit der Deutschen. Nicht weniger«, heißt es in einem Meinungsbeitrag für die »Welt am Sonntag«. Schließlich hätten die strikten Regulierungen, die stets mit dem Schutz der Versorgung gerechtfertigt würden, nicht verhindert, dass es immer weniger Ärzte und Apotheken gebe. Mehr Deregulierung und Angebote wie von dm seien die Lösung, meint der Autor.

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