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Digitalisiertes Arbeiten schadet Gesundheit

Das Arbeiten im Homeoffice wirkt sich laut einer Umfrage negativ auf die Gesundheit von Beschäftigten aus. Dies geht aus einem Report der Krankenkasse AOK hervor, dessen Ergebnisse für Baden-Württemberg sie am Dienstag in Stuttgart vorstellte.
dpa
17.09.2019
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Demnach waren Menschen, die von Zuhause oder unterwegs aus arbeiten, häufiger in ihrem seelischen Wohlbefinden beeinträchtigt als Menschen mit festen Arbeits- und Anwesenheitszeiten am klassischen Arbeitsplatz: Sie waren öfter erschöpft (67 Prozent gegenüber 45 Prozent), litten häufiger an Nervosität und Reizbarkeit (53 gegenüber 43) und hatten öfter Konzentrationsprobleme (45 gegenüber 31). Auch bei Kopfschmerzen wirkte sich die Heimarbeit laut der Befragung unter rund 500 Beschäftigten quer durch viele Branchen negativ aus (42 gegenüber 35 Prozent).

Beschäftigte im Homeoffice hätten aber geringere Fehlzeiten (6,4 Tage) als Beschäftigte, die ausschließlich im Betrieb arbeiten (9 Tage). Die beiden Gruppen berichteten in etwa gleich häufig, entgegen dem ärztlichen Rat in den vergangenen 12 Monaten zur Arbeit gegangen zu sein (19 beziehungsweise 20 Prozent). «Ständig erreichbar und mobil – die digitalen Möglichkeiten verändern unsere Art zu arbeiten», hieß es bei der AOK. «So verschwimmt bei vielen Beschäftigten immer häufiger die Trennung zwischen Job und Privatleben.»

Die Studie ist im aktuellen Fehlzeiten-Report 2019 erschienen. Dafür hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) im Frühjahr 2019 etwa 500 Beschäftigte in Baden-Württemberg zwischen 16 und 65 Jahren befragt, deutschlandweit waren es rund 2000.

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