Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Wirkt auch
-
Digital Detox in homöopathischen Dosen

Für Digital Detox braucht es nicht gleich eine komplette Offline-Woche. Schon kleine Pausen können helfen, wieder mehr im Moment zu sein. Eine Expertin erklärt, wie digitales Intervallfasten funktioniert.
AutorKontaktdpa
Datum 18.08.2026  14:30 Uhr
Digital Detox in homöopathischen Dosen

Digital Detox scheint vor allem in der Urlaubszeit im Trend zu liegen. Für eine bewusste Auszeit von digitalen Geräten und Anwendungen entscheidet sich jedoch nur jeder oder jede Fünfte (22 Prozent), wie eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research ergab.

Bei den meisten bleibt es außerdem bei einer kurzen Pause von Smartphone, sozialen Netzwerken oder Videostreaming. 13 Prozent der Sommerurlauberinnen und -urlauber planen einen Tag Digital Detox im Urlaub. Jeder oder jede Zwanzigste (5 Prozent) will es mehrere Tage versuchen, 3 Prozent eine ganze Woche. Länger will nur 1 Prozent durchhalten.

Die Ambitionen sind auffallend altersabhängig: Von den 16- bis 29-Jährigen wollen laut Bitkom Research nur 17 Prozent in ihrem Sommerurlaub digital fasten. Bei den über 65-Jährigen sind es 32 Prozent.

Die Expertin für Digital Detox, Dr. Daniela Holsboer, bestätigt, dass sich viele Menschen schwertun, ihr Handy von heute auf morgen komplett wegzulegen. Laut der Literaturwissenschaftlerin und Autorin muss das auch keiner: »Das Schöne an Digital Detox ist: Es funktioniert auch in homöopathischen Dosen«, sagt Holsboer. Sie engagiert sich mit ihrem Mann für die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen und ist Co-Host des Mental-Health-Podcasts »Alles nur im Kopf«. Holsboers Einstiegstipps für die kleinen digitalen Auszeiten lauten:

Digitales Intervallfasten

Das kann so aussehen: 15 Minuten online, vier Stunden offline – und das Ganze noch einmal. App-Limits können dabei helfen oder Smartphone-Modi, mit denen man eingeschränkt erreichbar ist. Übrigens: Zusammen klappt es besser als allein. Und machen auch Mitreisende wie Freunde oder Familie mit, gewinnt man gemeinsame Zeit.

Genießen statt zig Bilder machen: Oft hat man als Urlaubsergebnis Hunderte Fotos, die man nie wieder anschaut. Besser ist, auf manches Bild zu verzichten und lieber den Moment ganz in sich aufzunehmen. »Wer einen Atemzug innehält, bevor er zum Handy greift, und die Frage stellt: »Warum?«, wird feststellen, dass er in den allermeisten Fällen keinen wirklichen Grund dafür hat«, so Holsboer.

Mehr von Avoxa