Brustkrebs ist bei Frauen der häufigste Krebs. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen dem Forschungsteam zufolge voraussichtlich um ein Drittel auf 3,5 Millionen steigen. Die Zahl der Todesfälle wird ebenfalls zunehmen, auf fast 1,4 Millionen pro Jahr.
»Während Frauen in reicheren Ländern in der Regel von Vorsorgeuntersuchungen, einer frühzeitigen Diagnose und umfassenden Behandlungsstrategien profitieren, verlagert sich die zunehmende Belastung durch Brustkrebs in ärmere und Schwellenländer«, erklärt Erstautorin Kayleigh Bhangdia von der University of Washington. »Dort wird die Krankheit oft erst in einem späteren Stadium diagnostiziert, und die Betroffenen haben nur eingeschränkten Zugang zu guter Versorgung und sterben häufiger an der Krankheit.«
Die Studie liefert auch Daten für Deutschland: Demnach ist die um Alterseffekte bereinigte Inzidenz – also die Zahl der Brustkrebsfälle pro 100.000 Frauen – zwischen 1990 und 2023 um knapp 22 Prozent auf rund 100 gestiegen. Die ebenfalls altersbereinigte Sterblichkeitsrate ist im gleichen Zeitraum in Deutschland hingegen um rund 23 Prozent auf etwa 22 gesunken.
Dem Robert-Koch-Institut zufolge gibt es pro Jahr in Deutschland etwa 75.000 Neuerkrankungen. Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens, etwa 18.500 Frauen jährlich sterben daran. Damit ist auch hierzulande Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.